Suche
Close this search box.

S T A T T H A L L E

Kaum ein Gebäude ist für die Falkenseer Innenstadt so prägend wie die Alte Stadthalle in der Bahnhofstraße. Und kaum ein Gebäude ist derzeit umstrittener. Bürger*innenmeister, Stadtverwaltung und ein Teil der Stadtverordneten berufen sich auf einen Grundsatzbeschluss der SVV zu einem Neubauprojekt, um die Pläne eines Braunschweiger Investors voranzutreiben. Kulturschaffende, Vereine und der andere Teil der SVV dagegen kämpfen stattdessen für den Erhalt des Gebäudes. Unterstützt werden sie in ihrem Anliegen dabei durch die Denkmalschutzbehörde des Landes Brandenburg, die im September 2020 die Halle auf die Denkmalliste gesetzt und somit zu schutzwürdiger Architektur erklärt hat. Ein finaler Beschluss, ob die Halle baulich zu erhalten ist oder ob andere Formen von Erinnerungskultur ausreichen, steht noch aus – ein Abrissantrag seitens der Stadt Falkensee liegt den zuständigen Behörden derzeit zur Entscheidung vor.

Abriss ist keine Option!

Wir haben mit der Alten Stadthalle ein Gebäude aus der DDR-Zeit mitten im Zentrum, das nicht nur eines der letzten seiner Art in ganz Deutschland, sondern auch eine Halle voller Möglichkeiten ist. In unseren Zeiten ist Abriss keine Option. Wenn wir unsere Stadt nachhaltig und attraktiv entwickeln sowie ein echtes Stadtzentrum haben wollen, dann liegt es doch auf der Hand, die Potenziale unserer Alten Stadthalle zu nutzen und sie stadtgeschichtlich sinnvoll zu transformieren – und das gemeinsam mit den Bürger*innen unserer Stadt. Es gibt viele Beispiele in Deutschland dafür, dass in bester Lage bezahlbarer Raum für Kunst und Kultur entstehen kann. Warum sollten wir das in Falkensee nicht auch schaffen?

Die Statthalle – ein alter neuer, starker und lebendiger Ort im Herzen unserer Stadt

Um den Menschen in Falkensee aufzuzeigen, dass unsere Alte Stadthalle als Denkmal eine stadtentwicklungspolitische Chance ist, wurde in den letzten Monaten im Verein und in Zusammenarbeit mit Isabel Gewecke Grafikdesign ein erstes Konzept für die Nachnutzung erarbeitet und visualisiert. Dabei stand im Fokus, die Halle als Zentrum für Kultur, Kreativität und Begegnung zu verstehen. So könnte die Fassade in neuem Glanz erstrahlen, um als zentraler Fixpunkt im Zentrum zu dienen. In den Räumlichkeiten selbst sollen Flächen für Ateliers, Coworking und Conferencing entstehen, wobei der Fokus klar auf einem ganzheitlichen Plan samt Begegnungsräumen und einer offenen Atmosphäre liegt. Neben der geschäftlichen Nutzung, die auch eine Mikrobrauerei beinhalten soll, werden laut Konzept auch Vereine und Organisationen die Möglichkeit haben, Büro- und Lagerräume zu nutzen oder Veranstaltungen abzuhalten. Ergänzt wird dieses Angebot noch durch eine Dachterrasse, die einen Ausblick über die Innenstadt, den Campusplatz und den Gutspark möglich macht. Außerdem sollen die Fassaden attraktiv und nachhaltig begrünt werden. Zu guter Letzt ist geplant, einen Wochenmarkt auf dem Vorplatz stattfinden zu lassen – andere Falkenseer Akteur*innen wie die Lokale Agenda 21 arbeiten an dieser Idee ebenfalls schon seit einiger Zeit. Somit würde das gesamte Ensemble rund um die Alte Stadthalle und den Seegefelder Anger zu einer lebendigen Stätte mit vielfältigen Angeboten aufgewertet werden.

Wir befinden uns zurzeit bereits in konstruktiven Gesprächen mit den zuständigen Denkmalschutzbehörden und werden in unserem Anliegen, die Alte Stadthalle zu retten, von diesen unterstützt. Als nächstes werden wir auf die Parteien und Fraktionen in Falkensee zugehen, um ein gemeinsames Format für die Revitalisierung der Alten Stadthalle in Gang zu setzen.

Wir brauchen euch!

Um der Forderung nach dem Erhalt Nachdruck zu verleihen und um noch mehr Falkenseer Stimmen zu diesem Projekt zu sammeln, haben wir hier auf der Website einen Padlet-Bereich eingebettet, in dem ihr eure Meinungen abgeben könnt– ähnlich wie auf einem Schwarzen Brett.

Wer sich außerdem aktiv mit in die Kampagne einbringen möchte, kann sich via vorstand@kukufofalkensee.de melden und wird zu den nächsten Planungstreffen mit eingeladen.